Freiheit statt Angst – Es geht ums Ganze.

Heute möchte ich die Menschen außerhalb meiner Blase erreichen. Da das über mein Blog nicht so gut geht, habe ich untigen Text an diese Menschen meines Umfelds geschrieben (als Brief), die ich sonst nicht so gut erreiche. Hier steht er primär, um euch zu inspirieren, auch außerhalb eurer Bubble zu werben. (Wie alle meine Texte steht auch dieser unter CC-Lizenz ;)

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich schreibe euch, weil ich Angst habe. Angst vor dem Verlust von Individualität und Freiheit. Und Angst davor, mein Urteilsvermögen zu verlieren. Seit Wochen hören wir eine Hammermeldung nach der anderen. Über die systematische Vollerfassung all unserer Kommunikationsvorgänge. Was bis vor kurzem als Verschwörungstheorie galt, ist nun traurige Gewissheit. Und wieder einmal frage ich mich, warum es niemanden zu interessieren scheint. Das Thema ist nicht so gut greifbar und verständlich, doch wir wissen: Wer viel über andere Menschen weiß, kann sie manipulieren und kontrollieren.
Seit ich nicht mehr weiß, was ich denken soll, erwische ich mich immer häufiger dabei, meine eigenen Verschwörungstheorien zu spinnen. Plötzlich begegnet mir überall der Verdacht, dass auch dort manipuliert wurde und dass ich auch hier nur an der Nase herum geführt werde. Und je mehr Nachrichten von unmöglichsten Rechtsverstößen ans Licht kommen, umso glaubwürdiger werden diese Befürchtungen für mich. Nein, ich leide nicht unter Verfolgungswahn. Ich werde tatsächlich verfolgt. All meine Handlungen im Internet werden von einer nicht fassbaren Instanz verfolgt. Aber mehr weiß ich nicht. Während diese nicht greifbaren Personen alles über mich erfahren, werde ich im absoluten Unwissen gehalten.
Genau deshalb ist Überwachung so gefährlich für die Demokratie. Wie sollen wir noch „Souverän“ sein, wenn wir nicht mehr wissen, worauf wir uns verlassen können?
Überwachung macht uns krank im Kopf. Die uneinschätzbare Kontrolle macht uns kaputt. Was wir jetzt erleben, ist nur der Anfang.