Standing on the Shoulders of Free Culture

This is a crosspost of an article that I wrote for Commons Machinery:

In her earlier post, Antje Käske mentioned that „intellectual creations are never the sole creation of one individual.“ I would go even further, stating that you can not claim ownership on intellectual goods at all. Why is that? The answer lies in the origin of an idea. If I was inspired by someone else, how do I determine which part of the idea is mine?

This makes more sense with an example. Let’s choose a simple one: I am hungry. My friend comes in, eating some fries. They smell delicious and I decide to get some for me too. So whose idea was it to get some fries? Since my friend had the idea (for herself) first, it seems obvious that it was her idea. On the other hand, I have been hungry a long time and fries did enter my mind as a possible solution. Also she did not think of bringing some fries for me otherwise she might have called to find out if I wanted some. The idea to get fries for me was clearly mine. But it was very much inspired by her. And she could easily say „Hey! You got fries for yourself. You copied me.“ That is partially true! Under these circumstances, it is not possible to define who owns which part of the idea to get me some fries.

Die Sache mit dem geistigen Eigentum

Die Sache mit dem geistigen Eigentum

Ich gerate mit dem Begriff des „geistigen Eigentums“ immer wieder aneinander. Dabei stößt er mir sowohl politisch, als auch sprachphilosophisch unangenehm auf.
In der Enquête-Kommission digitale Gesellschaft habe ich eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff angetreten. Doch die Kompromissmaschine hat da natürlich auch wieder vieles weichgespült.

Hier meine unverblümte Einstellung zu dem Thema:

Zunächst: Ich unterscheide zwischen einer sprachphilosophischen und einer inhaltlichen Kritik des Begriffs. Denn Wittgenstein hat sehr schön gezeigt, wie viele Probleme allein dadurch entstehen, dass ein Begriff nicht klar differenziert wurde und man somit quasi aneinander vorbeiredet.
Den Koalitionspolitikern in der Enquete habe ich das wie folgt erklärt:

Anne und Jutta wollen ein Haus bauen. Anne findet, dass Bretter ein gutes Material dafür sind, Jutta bevorzugt Steine. Anne schlägt Jutta vor, das Haus aus „Stöckchen“ zu bauen, wobei sie damit Holzbretter meint. Jutta erscheint das absurd und schlägt „Kiesel“ vor, wobei sie große Backsteine vor Augen hat. Die beiden streiten sich sehr lange denn für jede erscheint das vorgeschlagene Material als absurd. Würden sie ihre Begriffe klären und einander erklären, was sie unter dem Begriff verstehen, könnten sie sich möglicherweise darauf einigen, dass beide Materialien in Kombination vielleicht noch besser wären. Da sie jedoch aneinander vorbei reden, haben sie nie eine Chance das Problem zu lösen.