Reise in den Überwachungsstaat – Indien als Widerstandsmotivator

Long time no write…(This blogpost is also available in english.)

Aber ich habe für Digitalcourage einen Beitrag zu Überwachung in Indien geschrieben, den ich hier einfach mal crossposte. Dieser Text wurde dankenswerterweise von Sebastian Lisken übersetzt und ist daher auch in Englisch verfügbar.

Bild von Johannes Mahnke (cc by sa 4.0)

Bild von Johannes Mahnke (cc by sa 4.0)

Die Männer, die am Eingang des Flughafengebäudes stehen, sehen mit ihren Maschinengewehren ungemütlich aus. Mittlerweile sind wir schon gewohnt, dass man überall den Reisepass zeigen muss, doch es stellt sich heraus, dass ihnen das nicht reicht. Nur wer ein Flugticket hat, darf das Abfertigungsgebäude betreten. Doch auf die Eventualität, dass jemand ein E-Ticket hat und dies nur digital vorliegt, sind sie nicht vorbereitet. Oder doch. Ein Mann bringt eine lange Liste mit Namen. Mehrere Meter Endlospapier beinhalten sämtliche Daten derer, die heute von diesem Flughafen abreisen werden. Wir kriegen die Liste ausgehändigt und sollen unsere Namen aus den vielen Fluggastinformationen herausfinden. Erst danach dürfen wir den Flughafen betreten. Mitsamt der Liste. Die sollen wir dem Kollegen drinnen am Schalter geben.