Einigkeit und Streit und Freiheit für ein transparentes Land

Es ist nicht nur bei den Tagesthemen gestern groß raus gekommen: Die Piraten veranstalten ihren neunten Parteitag in Offenbach. Die Presse hielt es für den ersten. Und in gewisser Hinsicht ist es auch ein erster. Der erste, den sie ernst nehmen.
Und dass die Piraten ernstzunehmen sind, das haben sie an diesem Wochenende erneut bewiesen: Nach außen mag es vielleicht etwas verzankt vorkommen. Doch genau das ist vielleicht eins der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale dieser jungen Partei.
Auf dem Bundesparteitag 2011.2 in Offenbach (Foto: Simon Kowalewski)
Von Anfang an war peiteiinterner Streit bei den Piraten sichtbar: Denn die Piraten stehen für Transparenz ein. Von Anfang an waren Mailinglisten, Wikis, Sitzungen, Protokolle und vieles mehr öffentlich zugänglich. Und eben das macht parteiinternen Streit sichtbar.
Streit ist nichts schlechtes. Andere Parteien haben so etwas auch. Ohne Streit geht es in der Demokratie nämlich gar nicht. Die anderen Parteien haben sich jedoch dem politischen Duktus unterworfen, dass parteiinterner Streit hinter verschlossenen Türen stattzufinden hat. Und Bürgerinnen, Bürger und Presse haben sich daran gewöhnt. Die Stärke „Streit“ ist zur Schwäche verkommen.