Alte Mythen in der digitalen Gesellschaft

Die Bekanntgabe der Gründung eines Vereins namens „Digitale Gesellschaft“ brachte heftigen Wind nach Kleinbloggersdorf.

Schon häufiger wurde Bedarf an einer Art „Dachverband“ oder einem ADAC der Netzwelt geäußert. Und seit einiger Zeit sehen manche Organisateure unseres Aktivismus‘ neidvoll auf Organisationen wie Campact , die es schaffen, kleine online-Aktionen groß zu machen und dann eindrucksvoll (und pressetauglich) auf die Straße zu bringen. Campact macht starkes Fundraising und ist mit etwa einem Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut organisiert. Es könnte sicherlich nicht schaden, sich etwas an deren Erfolgsrezept zu orientieren.

Und nun stellte sich Markus auf die re:publica und präsentierte seinen Verein. Und kassierte erst einmal viel Kritik:

  • Die Art der Gründung fanden viele suboptimal.
    fefe schrieb dazu:

    Ich habe ja seit Jahren beim CCC mitgemacht und kann nicht leugnen, mir da ein bisschen auf die Füße getreten zu fühlen, wenn da jetzt so aus dem Nichts ein Verein kommt und die Lobby für die Netzpolitik monopolisieren will (so kommt das natürlich gerade bei den ganzen anderen Playern in der Internet-Lobby an). Unsere bisher größten Erfolge haben wir (die Internet-Lobby, nicht der CCC) in Arbeitskreisen wie AK Zensur und AK Vorrat gehabt, nicht in Einzelgängen. Aus meiner Sicht hätte man hier ansetzen sollen und nicht eine neue Volksfront Judäas gründen sollen.